Von Meerschweinchen für Meerschweinchen

Videos und mehr aus dem Leben meiner Meeris

Unsere Anfänge mit den Meeris

Von Dani um 11:09 am 23.02.2006 | Keine Kommentare

Ich erinnere mich noch, als meine Schwester und ich vor ca. einem Jahr und acht Monaten die beiden Baby Meerschweinchen von unseren Nachbarn abgeholt und zu uns gebracht haben. Damals haben wir sie sofort als wir angekommen waren auf den Schoß genommen (also meine Schwester ihren Broschi, der damals noch Krätze hieß :-) , und ich meinen Alfi) und ihnen Essen angeboten um die Angst zu überwinden (ja, mit essen geht da so einiges :-) ). Broschi fing nach ein paar Minuten an zu fressen (was ein Zeichen dafür ist, dass das Eis gebrochen ist und die Meerschweinchen sich schon sicherer fühlen) während Alfi noch bestimmt fünf Minuten gebraucht hat, bis er auch angefangen hat.
Als ich mit den beiden Männern dann nach Freising umgezogen bin, war Alfi noch zwei bis drei Tage lang ganz komisch ruhig und ängstlich, bis er sich auch an die neue Umgebung gewöhnt hatte.
Vor ein paar Monaten habe ich damit begonnen, zu versuchen die Meerschweinchen dazu zu bringen, dass sie, wenn sie Futter wollen, auf ihre Häuschen hüpfen und von dort aus ihr Fressen entgegennehmen. Dazu habe ich sie anfangs aufs Dach gelockt und ihnen nur dort Futter gegeben, oder sie mit etwas belohnt, wenn sie einfach so drauf saßen. Sowohl Broschi als auch Alfi haben sofort verstanden, was es damit auf sich hat, aber Broschi hat sich einfach mehr getraut. Man konnte genau sehen, wie Alfi mit sich gerungen hat, da er auf der einen Seite natürlich das Futter haben wollte, aber auf der anderen Seite Angst hatte, rauf zu gehen. Dann habe ich ihm selbst verständlich auch so etwas gegeben, denn es sollte ja keine Zirkusnummer werden, sondern einfach ein kleines Denkspiel für die Meeris (was, übrigens bis heute anhält. Obwohl ich sie jetzt nicht mehr explizit dafür belohne, stehen sie trotzdem, wenn ich nach Hause komme oder aufwache, auf ihren Häuschen und warten auf ihr Essen. Alfi springt allerdings nach wie vor meistens wieder runter, wenn ich mich dem Käfig nähere, während ich Broschi sogar ganz leicht von dort oben aus nehmen kann.)
So hat man eigentlich schon von Klein auf gemerkt, dass Broschi ein wenig mutiger und Alfi eher vorsichtig ist.

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Dreck, Gestank und Lärm?

Von Dani um 07:31 am 19.11.2005 | Keine Kommentare

Komme ich auch mit den eventuell unangenehmen Seiten der Schweinchen, wie Dreck, Krach und schlechtem Geruch, klar?
Dieser Punkt ist ein wenig umstritten, würde ich sagen, denn Meerschweinchen-Liebhaber (so wie ich einer bin :-) ) sagen natürlich, dass die Kleinen nicht stinken, während andere Leute manchmal die Nase rümpfen, oder von vornherein behaupten, dass sie auf jeden Fall streng riechen.
Also generell haben Meerschweinchen, meiner Meinung nach, keinen speziefischen Geruch. Von vielen hört man, dass gerade Böckchen wenn sie etwas älter sind, sehr unangenehm riechen. Dies kann ich aber nicht bestätigen, denn meine Schweinchen sind jetzt schon fast eineinhalb Jahre alt, stinken aber überhaupt nicht.
Füttert man sie mit Fenchel oder Sellerie oder so etwas, dann riechen sie nach kurzer Zeit danach. Auch den Geruch von Heu nehmen sie sehr schnell an, da sie sich darin gerne verkriechen. Aber einen typischen “Meerschweinchen-Geruch” könnte ich jetzt nicht beschreiben.
Allerdings riechen natürlich ihre Ausscheidungen, wenn man den Käfig nicht oft genug säubert, da diese natürlich einfach “frei” herumliegen. Dem kann man aber eben durch regelmäßiges ausmisten (mindestens einmal die Woche) entgegenwirken. Ansonsten riecht es in einem Zimmer, in dem Meerschweinchen leben zwangsläufig nach Heu und Einstreu (also Holzspäne), was aber durch Lüften auch recht schnell weggeht.
Eine andere Sache ist der “Dreck” den Meerschweinchen produzieren. Dieser besteht, wenn man einen Käfig mit Gitterstäben hat, aus Heu, Einstreu und hin und wieder auch mal Kötelchen. Dies kommt daher, dass die Meeris auch im Käfig mal herum flitzen und dadurch eben den Inhalt herumschleudern. Auch wenn man die Kleinen herausnimmt bleiben oft Einstreustückchen im Fell hängen, die dann auf den Boden fallen und durch Darauftreten in der Wohnung verteilt werden. Doch jeder, der einen Staubsauger hat, kann auch dieses Problem lösen.
Lässt man die Kleinen im Zimmer laufen, hat man natürlich überall die Kötelchen liegen und muss sehr gut aufpassen, dass die Meeris nicht auf den Boden pinkeln. Aber ich lege beispielsweise eine Decke aus, so dass ich dann nur diese absaugen muss.
Da Meerschweinchen im Normalfall (außer sie sind alleine oder es geht ihnen nicht gut) sehr aufgeweckte Tierchen sind, laufen sie herum, springen, unterhalten sich, was durch quieken oder gurren oder was auch immer passiert, und räumen auch mal ihren ganzen Käfig um. Das produziert natürlich einen gewissen Lärm. Deshalb muss man sich eben über den Ort, an dem man den Käfig unterbringt, genau im Klaren sein.
Doch, wie ich bereits anfangs gesagt habe, wenn man Meerschweinchen wirklich liebt, dann stört einen dies überhaupt nicht! Allerdings muss man hier auf eventuelle Mitbewohner Rücksicht nehmen.

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Nur für das Kind?

Von Dani um 01:30 am 18.11.2005 | Keine Kommentare

Kaufe ich sie nur für mein Kind, oder mag ich sie auch selbst genug, dass ich mich darum kümmere, wenn mein Kind das Interesse verloren hat?
Eigentlich brauche ich dazu nicht mehr viel sagen. Jeder der Kinder hat weiß wohl besser als ich, dass diese, vor allem wenn sie noch recht klein sind, oft schnell das Interesse an Dingen verlieren, auch wenn sie sie vorher unbedingt wollten.
So kann es natürlich auch mit Meerschweinchen gehen.
Zu kleinen Kindern sollte man sowieso keine Meeris unbeaufsichtigt in die Hände geben, da diese manchmal viel zu fest zugreifen und den Kleinen damit sehr weh tun können. Meerschweinchen haben sehr feine Glieder, packt man sie zu stark an, brechen die Knochen ganz leicht.
Man muss sich natürlich auch überlegen, dass man eben mit Meeris nicht nur kuscheln oder spielen kann, sondern eben auch unter anderem den Käfig sauber machen muss (siehe: Bin ich bereit dazu, genügend Zeit für die Kleinen aufzubringen?) Außerdem muss man sich immer um sie kümmern. Wenn die Kinder nun plötzlich andere Interessen entwickeln und keine Lust mehr haben, sich um Zeit für die Kleinen zu opfern, muss sichergestellt sein, dass sich dann jemand Anderes die Zeit für sie nimmt. Entweder Geschwister, Freunde oder eben die Eltern selbst.
Leider hört man aber immer wieder, dass Leute überlegen, wo sie ihre Tiere loswerden können, wenn eben dieser Fall eintritt. Auch das muss nicht sein, wenn man sich schon vorher Gedanken dazu macht.

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Was Meerschweinchen brauchen

Von Dani um 08:17 am 17.11.2005 | 3 Kommentar

Hier nun noch mal kurz zusammengefasst, was man alles anschaffen muss, wenn man ein Meerschweinchen aufnehmen will:

Käfig, für zwei Meerschweinchen (weniger dürfen es nicht sein, da Meeris gesellige Tierchen sind!) mindestens 50×100, nach oben hin gibt es keine Grenze, je größer desto besser.
Häuschen, kann man kaufen, aber dann entweder groß genug, oder am besten gleich zwei, man kann sie aber auch schön selbst, nach eigenen Vorstellungen bauen. Dabei muss man darauf achten, dass keine Nägel oder sonstiges heraussteht, woran die Kleinen sich weh tun können.
Futternapf, auch in jedem Zoogeschäft erhältlich, sollte schwer genug sein, so dass er nicht umkippt, wenn die Schweinchen sich draufstützen
Raufe, falls nicht beim Käfigkauf inbegriffen. Meine Meerschweinchen haben eine, die sich im Käfig befindet, die quer rüber geht, worunter man sich schön verstecken kann oder worauf man sitzen und die Aussicht genießen kann.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich eine Holzraufe, die man einfach mitten in den Käfig stellen kann (siehe Bild des dreistöckigen Käfigs)
Raufe
(leider kein sehr gutes Bild, aber ich denke man erkennt es noch :-) )
Nippeltränke, sollte groß genug sein, damit die Kleinen immer Wasser zur Verfügung haben, auch wenn sie mal etwas mehr trinken möchten als sonst.
Einstreu, man kann auch normales Stroh benutzen oder verschiedenste Varianten von Einstreu, ich nehme das ganz normale Kleintierstreu, das ich meistens im Drogerie Markt kaufe. Diese muss man mindestens einmal die Woche wechseln.
Heu, ganz wichtig, das ist das „tägliche Brot“ der Meerschweinchen. Davon muss immer genügend im Käfig vorhanden sein. Optimal ist es, wenn man es direkt vom Bauern beziehen kann, denn man hört immer wieder, dass das gekaufte Heu parfümiert und gefärbt wäre und den Schweinchen nicht so super schmeckt. Meine bekommen nur selbst gemachtes Heu.
Tunnel, oder etwas derartiges. Die Meerschweinchen lieben es durch zu laufen oder sich draufzustellen. Meine Beiden haben eine Weidenbrücke, diese besteht aus vielen kleinen Hölzchen, die auf einen Draht gefädelt sind. Dadurch kann man diese nicht nur zum Tunnel, sondern auch zur Brücke oder was auch immer formen.
Tunnel
man kann sich super drin verstecken…
Tunnel2
…oder es als stütze benutzen wenn man zu faul ist ;-)
Salzleckstein, es wird in diversen Meerschweinchen-Büchern meistens empfohlen einen Salzleckstein in den Käfig zu legen, da die Meerschweinchen gerne daran lecken und die Mineralien brauchen. Anfangs hatte ich deshalb auch einen solchen Stein drinnen, mittlerweile aber schon lange nicht mehr. Wenn die Meerschweinchen ausgewogenes Futter bekommen, so nehmen sie darüber alles auf, was sie brauchen. Zu viele Mineralien, wie Calcium, können sich in der Blase ablagern und auskristallisieren, was zu Blasensteinen und Harngries führt.
Frischfutter, hier kann man generell Obst (aber nicht zu viel, aufgrun des hohen Zuckergehalts) und Gemüse verwenden. Bei Kohlgewächsen muss man allerdings aufpassen, da diese Meerscheinchen sehr blähen, was gefährlich werden kann. Oder man nimmt einfach Grünfutter von der Wiese, solange diese nicht direkt an der Straße liegt. Aber auch hier muss man zuerst herausfinden, was die eigenen Meerschweinchen mögen. Meine zum Beispiel lieben Gurke, Petersilie, Salat, Fenchel, Karotten, Tomaten (aber nur in Maßen füttern, wegen Durchfall) und ein bisschen Zucchini und im Sommer eben Löwenzahn, frisches Gras und alles, was so im Garten wächst. Nur Paprika rühren sie beispielsweise überhaupt nicht an und von Obst sind sie auch nicht überzeugt. Hier muss man eben etwas rumprobieren. Aber ich glaube Gurke und Petersilie sind allseits beliebt… Eine Liste aller geeigneter Futtersorten findet sich beispielsweise bei Die Brain.

Löwenzahn Blüte

Trockenfutter, hier sind die Meinungen geteilt. Man hört von einigen Seiten, dass man gar kein Trockenfutter bräuchte, andere raten zu ganz wenig. Ich gebe meinen Kleinen überhaupt kein TroFu, sondern nur Frischfutter. Dadurch bekommen sie alles, was sie brauchen und es ist deutlich gesünder, als Trockenfutter. Außerdem werden die Meerschweinchen nicht so schnell dick. Auch Zahnprobleme werden oft auf die Ernährung mit Trockenfutter zurückgeführt, da die Meerschweinchen die Bestandteile nicht richtig kauen, was zu falscher oder zu geringer Abnutzung der Zähne führen kann.
Leckerlies, hier gehen die Meinungen sogar noch weiter auseinander. Es wird einem von vielen Leuten davon abgeraten (z.B. Heinz Sielmann in Meerschweinchen erleben, verstehen, beschäftigen), da diese Sachen, also Knabberstangen, Drops und vieles mehr, Fett und Zucker enthalten, was die Meerschweinchen dick und krank macht. Ich habe meinen Beiden anfangs immer mal wieder eine Knabberstange gegeben, habe das dann aber gegen “Kräuterglocken” ausgetauscht (da die nur aus gepressten Kräutern und Heu und so bestehen) oder ganz weggelassen. Die Meerschweinchen brauchen es nicht und knabbern sowieso viel lieber an Hölzern oder Grünfutter ;-)
Auslauf, damit die Meerschweinchen fit und agil bleiben, ist es das Beste ihnen zumindest hin und wieder ein wenig Auslauf zu ermöglichen, wo sie sich so richtig austoben können (das brauchen wir ganz dringend) Leider ist das nicht in jeder Wohnung möglich, doch man sollte alles versuchen, denn dann entdeckt man auch erst wie aktiv die Kleinen sein können. Und spätestens wenn man sieht, wie sie „popcornen“ (also gerade nach oben hüpfen, was ein Ausdruck von Freude ist), sich gegenseitig jagen und miteinander die Umgebung erkunden, hat es sich gelohnt, dass man sich die Mühe gemacht hat.
Auslauf

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Was ist im Urlaub?

Von Dani um 01:40 am 13.11.2005 | Keine Kommentare

Habe ich eine Möglichkeit, sie während dem Urlaub unterzubringen?
Das ist ein sehr leidiges Thema. Denn es gibt leider genügend Leute, die sich Meerschweinchen anschaffen, ohne sich eben vorher darüber Gedanken zu machen, was ist, wenn man mal in den Urlaub fährt.
Eigentlich geht es gar nicht erst beim Urlaub, also einem Aufenthalt von einer Woche oder länger, los, sondern auch “kurze” Wochenendtrips sind nicht so ohne weiteres möglich. Meerschweinchen können sich nämlich, so unglaublich es klingt ;-) , nicht selbst versorgen. Sie sind darauf angewiesen, dass wir Menschen ihnen regelmäßig ihr Futter in den Käfig bringen und genau darin besteht das Problem! Hat man nun niemanden, zu dem man die Meeris in Pflege geben kann oder der jeden Tag vorbei kommt um sie zu versorgen, kann man eigentlich nicht wegfahren.
Meerschweinchen haben einen sogenannten “Stopfmagen”. Das bedeutet, dass ihr Darm nicht wie bei uns den Nahrungsbrei durch peristatlische Bewegungen von vorne nach hinten schafft, sondern dass dieser durch das Nachschieben von neuer Nahrung nach hinten gedrückt wird. Deshalb kommt es bei längerem Ausbleiben von Nachschub zu schlimmen Verdauungsstörungen und gesundheitlichen Problemen, die sehr ernste Ausmaße haben können. Daher ist es sehr sehr wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, BEVOR man einen Urlaub oder eine längere Abwesenheit plant! Natürlich kann man die Schweinchen, wenns sein muss, mal einen Tag alleine lassen, wenn man vorher für genügend Heureserve gesorgt hat, aber sobald es länger wird muss man eine Lösung finden. Diese kann entweder so aussehen, dass man einen befreundeten Nachbar bittet, sich um die Tiere zu kümmern (das haben meine Schwester und ich auch schon oft für eine Nachbarin getan, sollte also kein Problem darstellen) , die Schweinchen direkt bei Freunden unterbringt oder sie in ein “Hotel” gibt(die es ja auch gibt, worüber ich aber leider nichts sagen kann, da ich noch nie eines in Anspruch nehmen musste).
Sie am Straßenrand auszusetzen, weil man ganz kurzfristig bemerkt hat, dass man die ja doch niergends unterbringt, oder aus welchen SCHWACHSINNIGEN Gründen auch immer, IST UND DARF KEINE LÖSUNG SEIN!!!!!!

Ich verstehe sowieso nicht, wie man so herzlos sein kann und solch niedliche, liebenswerte Kreaturen einfach ihrem Schicksal überlassen, oder besser gesagt dem Tode aussetzen kann!!!

wie süß

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