Eine gute und eine ganz schlechte Nachricht
Gestern war ich nochmal beim Tierarzt, diesmal mit beiden Meerschweinchen in der Tierklinik in Ismaning. Bei Broschi habe ich nochmal den Knubbel ansehen lassen, der von der anderen Ärztin als Lymphose (Lymphknotenkrebs) diagnostiziert wurde. Wie sich herausstellte, war sie tatsächlich etwas voreilig mit ihrer Diagnose. Die Ärztin gestern meinte erstens, dass an der Stelle eigentlich gar kein Lympknoten sitzt. Zweitens sagte sie sofort, dass man es nur sicher sagen kann, was es ist, wenn man es anpiekst. Sie hat auch noch einen zweiten Knubbel am Hals ertastet. Also hat sie beide angestochen und etwas Flüssigkeit davon entnommen. Broschi hat es ganz brav mit sich machen lassen, tat ihm scheinbar tatsächlich gar nicht weh. Nur das auf dem Rücken liegen fand er doof. Als sie das entnommene Sekret auf den Objektträger gab, war es nur eine klare Flüssigkeit. Da meinte sie, dass das wohl Fett ist. Durch eine Färbung wurde noch ausgeschlossen, dass sich wirklich keine Lymphzellen oder so darin befinden. Es ist also eine Ansammlung von Fettzellen. Das kommt wohl häufiger vor, auch beim Menschen, und ist absolut unkritisch.
Das war die gute Nachricht. Alfi war auch dabei, um nochmal nach seinen Zähnen sehen zu lassen, da er wieder schlechter fraß. Die Zähne waren auch wieder etwas schief abgefressen, hinten kamen wieder leichte Spitzen. Das wurde weggemacht. Aber beim abtasten fiel der Ärztin eine harte Kugel in Alfis Bauch auf. Sie fand es beunruhigend und wollte per Ultraschall abklären, was das ist. Zunächst tippte sie auf einen Stein in der Blase. Das kann bei Meerschweinchen vorkommen, wenn sie zu viel Calcium oder so bekommen. Also wurde Alfis Bauch geschoren, der Kleine auf den Rücken gelegt und der Bauch mit Ultraschall untersucht. Da sah man sofort eine ziemlich große, ungleichmäßige Masse. Die Blase war ganz normal. Ich habe gleich befürchtet, dass das nichts Gutes heißt. Man kennt das ja von Aufnahmen aus dem Fernsehen. Die Ärztin hat es dann auch bestätigt, es ist ein Tumor in seinem Bauch. Woher er genau stammt, war nicht wirklich zu sagen, aber es wurde vermutet, dass es die Milz ist. Die Ärztin hat dann noch einen Kollegen hinzugerufen, der auf innere Medizin von Tieren spezialisiert ist. Der konnte den Befund leider nur bestätigen. Alfi hat also einen Tumor. Scheinbar wächst der auch relativ schnell, denn vor drei Wochen, als ich das letzte Mal dort war, hat die selbe Ärztin ihn noch nicht getastet. Man könnte nun natürlich operieren. Allerdings ist die Narkose natürlich ein ziemliches Risiko, vor allem da Alfi mit seinen fünf einhalb Jahren schon relativ alt ist und er durch den Tumor natürlich auch geschwächt wird. Man könnte auch eine Biopsie machen (so wie es bei Broschi gemacht worden ist), damit könnte man aber nur abklären, ob es ein Lymphknoten ist oder nicht, was auch nichts hilft. Also bekommt der kleine Mann jetzt jeden Tag eine halbe Tablette, damit er keine Schmerzen haben muss und wird von mir so gut versorgt, wie es nur geht. Aber die Ärzte haben mir keine großen Hoffnungen gemacht, dass er noch lange zu leben hat. Es wird wohl nur wenige Wochen dauern. Jetzt kann ich nur hoffen, dass er wirklich keine Schmerzen hat und es ihm bis zum Ende noch so gut wie möglich geht. Bisher wirkt er ganz aufgeweckt. Er frisst zwar wenig, aber zumindest frisst er. Armer Alfi…



Kommentar by Lena
24.11.2009 @ 15:34
Hi Dani,
das tut mir total leid für Alfi…
Lena