Interessante Nagerzeitschrift
Letztens war ich in einem großen Zeitschriftenhandel und hab ein wenig herumgestöbert. Da stieß ich auf die Zeitschrift “Rodentia – Nager & Co.“. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich um ein Magazin (laut eigener Bezeichnung Fachmagazin) für Nagetiere, zu denen auch Meerschweinchen zählen. Wie es der Zufall so will, ist gerade in der momentanen Ausgabe ein Schwerpunktthema die Meerschweinchenhaltung. Trotz stolzem Preis von 5,50 € (bei 64 Seiten, allerdings hochwertig gestaltet auf Hochglanzpapier) hab ich sie mir mitgenommen, allein schon wegen der süßen Bilder
Und ich hab es bislang nicht betreut, denn die Artikel über Meerschweinchenhaltung und Vergesellschaftung sind wirklich interessant und auf ansprechendem Niveau.

In den Artikeln werden Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen, sowie Erfahrungen von Haltern präsentiert. An der Universität Münster wurde das Verhalten von Meerschweinchen sehr intensiv studiert und beobachtet. Die Erkenntnisse, die hieraus gezogen wurden, können auch auf die Heimtierhaltung umgelegt werden und geben so Rahmenparameter, die ein glückliches Meerschweinchenleben sichern.
Behandelt werden Themen wie “Gruppenstrukturen bei Meerschweinchen”, was ich äußerst interessant fand, denn dabei gab es Infos, die mir unbekannt waren, die ich mich aber selbst schon gefragt hatte, beispielsweise, wie Großgruppen mit mehreren Böcken und Weibchen funktionieren und harmonieren. Weitere Themen sind “Gruppenhaltung von Meerschweinchen”, “Meerschweinchen vergesellschaften” und “Die Haltung von Meerschweinchen Bockgruppen”, wobei letzteres auf den Erfahrungen einer Halterin basieren.
Was ich beispielsweise äußerst interessant fand, ist die Tatsache, dass es unter Meerschweinchen “Mobbing” gibt. Das ist wohl gerade bei Bockgruppen ein großes Problem, dass teilweise ein Böckchen von den anderen Gruppenmitgliedern gemobbt wird und daran sogar sterben kann. Das ganze geht wohl soweit, dass das “verhasste” Männchen in eine Ecke verwiesen wird, aus der er sich nicht mehr entfernen darf. Nicht einmal zum Futterplatz darf das Schwein, so dass es auf Dauer verhungern würde. Aber natürlich stellt solch eine Situation auch Stress pur dar, was Meerschweinchen nicht gut vertragen. Solch ein Meerschweinchen muss man also so schnell wie möglich aus der Gruppe entfernen, damit es nicht zu schlimmeren Folgen kommt. Meerschweinchen haben wirklich äußerst komplexe Sozialstrukturen und die Tatsache, dass sie Antipathien empfinden und das dann auch voll ausleben, finde ich schon bemerkenswert…
Nun dann, werd ich nochmal ein bisschen schmökern und mich in Sachen Meerschweinchenhaltung weiterbilden. Da gibt es viel zu lernen
Und die Fotos machen richtig Lust darauf, sich eine größere Meerschweinchen-Gruppe zu holen… Leider fehlt mir dazu der Platz… Noch


